Surfskate: Dein Surftraining auf dem Asphalt

durch Claudio Scattarelli auf February 13, 2022

Was ist ein Surfskate?

Einfach ausgedrückt, ist ein Surfskate ein Skateboard, welches das Surfen auf der Straße simuliert. Surfskates verwenden spezielle Achsen, die es ermöglichen, die Bewegungen, das Gefühl und den Flow des Surfens zu imitieren. 

Zurückzuführen sind Surfskates auf die ambitionierten Surfer der 70er Jahre, die auch an Tagen ohne gute Wellen nicht darauf verzichten wollten, ihre Skills stetig zu verbessern. In den letzten Jahrzehnten entwickelte sich das Surfskaten zu einem beliebten Sport und begeistert zunehmend die Menschen der Surf- und Skate-Community.

 

Wie funktioniert ein Surfskate?

Surfskates sind so konzipiert, dass sie das Gefühl des Wellenreitens an Land bestmöglich nachempfinden lassen. Um dies zu ermöglichen, wird ein spezielles System der Achsen genutzt. Es wird die vordere Achse an ein System mit zwei Rotationspunkten gekoppelt. Dadurch lässt sich das Board auf die Kante legen, ohne dass der Kontakt zum Boden verloren wird. So viel zu den technischen Daten - aber wie fahren? Während ein normales Skateboard seinen Drehpunkt auf dem hinteren Fuss hat, musst du bei einem Surfskateboard das Gewicht über die vordere Achse bringen, um Geschwindigkeit zu generieren und so das Brett zu drehen. 

 

Warum ist Surfskate ein gutes Surf-Workout?

Egal ob Anfänger, die ihr Gleichgewicht für ein erstes Pop-Up verbessern möchten, oder Experten, die ihre Turning-Skills perfektionieren möchten - für jeden lassen sich die Vorteile eines Surfskates erkennen.
Wenn du bereits gesurft bist, dann weißt du vielleicht, dass du während einer Surfsession die meiste Zeit damit verbringst, zu paddeln oder auf die Welle zu warten. Wenn man eine Welle erwischt, geht alles sehr schnell und man hat nicht viel Zeit um die Bewegungen und die Technik nachhaltig üben zu können.

Anders jedoch auf dem Land, mit dem Surfskate kann man so viele Top- und Bottom-Turns ausprobieren, wie man will. Darüber hinaus kann man das pumpen unbegrenzt lange üben, um die Geschwindigkeit zu erhöhen. Die Empfehlung deshalb: Nutze dein Surfskate zum regelmäßigen Training auf dem Asphalt, du wirst du sehr schnell langfristige Verbesserungen deiner Surf-Skills bemerken, und diese wiederum werden dir bei deinem nächsten Surfurlaub zugutekommen.

 

Was ist der Unterschied zwischen Surfskates und Longboards?

Einfach gesagt hat ein Surfskate hat eine andere Vorderseite als die traditionellen Longboards, die ein ganz anderes Fahrverhalten ermöglicht. Die Bewegungen auf dem Surfskate sind dem Surfen sehr ähnlich und unterscheiden sich daher sowohl vom Longboard als auch vom Skateboard. Die Grundbewegung des Surfskates, das Pumpen, ist technisch anders und wird von vielen als anstrengender oder komplizierter wahrgenommen.  Ein Surfskate nicht für die Sprünge und Stunts gemacht, die man normalerweise mit einem Skateboard fahren kann. Das liegt daran, dass Surfskates viel schwerer sind und somit nicht für wiederholte heftige Landungen ausgelegt sind. Außerdem ist es nicht so einfach, auf einem Brett zu landen, da das Surfskate extrem wendig und flexibel ist und dies bei der Landung sofort ausgeglichen werden muss.
Ein weiterer Punkt ist die Geschwindigkeit. Wenn du einfach nur auf der Straße cruisen möchtest oder lange Strecken fahren oder sogar Rennen bestreiten willst, ist ein Longboard besser für dich geeignet.

 

Schritt-für-Schritt-Anleitung für dein Surfskate

  1. Schritt: Stell dir vor, du fährst eine Welle hinunter. Du willst deinen ersten Bottom Turn machen. Nur dass du dieses Mal nicht auf einem Surfbrett im Meer stehst, sondern auf dem festen Asphalt. Stell einen Fuß auf dein Surfskate, den anderen auf den Boden. Den vorderen Fuß platzierst du direkt hinter die vorderen Schrauben, wo die Achsen sind. Wenn der vordere Fuß zu weit vorne steht, ist dein Gewicht zu weit nach vorne verlagert, das kann dazu führen dass du vorne über das Surfskate fällst. Wenn du diese Stufe gemeistert hast, gehe zur nächsten Übung über:
  2. Bitte einen Freund oder eine Freundin, dich in gleichmäßigem Tempo anzuschieben, während du mit beiden Füßen auf dem Surf-Skate stehen. Beginne dein Gewicht vom vorderen auf den hinteren Fuß zu verlagern, und spüre, wie sich das Board dementsprechend ausrichtet. Üben Sie Druck auf die Fersen und dann auf die Zehen aus. Versuche, den Surfskate in eine wellenartige Bewegung zu versetzen. Konzentriere dich auf die Bewegung von der Ferse bis zu den Zehen. 
  3. Sobald du dich stabil und sicher genug fühlst, kannst du versuchen, deinen ganzen Körper mit einzubeziehen, um die Bewegung des Surfskates zu verstärken. Übe Druck auf deine Zehen aus und mache die Bewegung mit deinem Kopf(schau immer in die Richtung, in die du fährst) gefolgt von deinem vorderen Arm als Führung. Beugen Sie Ihre Beine nach unten, während Sie die 180-Grad-Drehung einleiten. Dann drückst du deine Fersen in den Surf-Skate, während du deine Beine ausstreckst und an Schwung gewinnst. Klingt sehr vertraut mit dem Surfen, nicht wahr? 
  4. Wenn du dies gemeistert hast, dann hast du einen Bottom Turn ausgeführt. Im Meer wärst d auf dem Weg zurück zum Scheitelpunkt der Welle. Auf den Bottom Turn folgt eine weitere Drehung in die entgegengesetzte Richtung, um wieder auf den Boden der Welle zu gelangen. Hierfür ist die gleiche Technik wie oben beschrieben erforderlich. 

Auch wenn sich das alles nicht ganz einfach anhört, macht man mit jedem Versuch Fortschritte und das ganze ohne im Meer zu sein, oder vielleicht sogar schneller. Beim Surfkaten brauchst du nicht zu paddeln und auf die Welle zu warten, du kannst die Strasse nutzen und einfach immer wieder und wieder die Turns versuchen und dich hier stetig verbessern. Gerade für Landlocked Surfer wie hier in Deutschland ist dies sicherlich eine sehr gute Möglichkeit deine Skills und deine Beweglichkeit auch weit weg von den Wellen der Ozeane dich zu verbessern.

Hang Loose 

Localsurf!

ZURÜCK NACH OBEN